Medizinische Hilfe kennt keine Pause

MKK und Lions Club stärken weiterhin die medizinische Versorgung in der Ukraine – mit nachhaltigem Erfolg

Auch fast vier Jahre nach Beginn des russischen Angriffskrieges ist die humanitäre Lage in der Ukraine weiterhin äußerst angespannt. Besonders das Gesundheitswesen steht unter enormem Druck: Krankenhäuser arbeiten unter schwierigsten Bedingungen, medizinische Geräte fehlen, Medikamente sind knapp. „Die anhaltenden Belastungen für Patientinnen und Patienten wie auch für das medizinische Personal machen deutlich, wie unverzichtbar internationale Unterstützung bleibt – getragen von Solidarität, Engagement und Verantwortung“, so Professor Dr. med. Hansjürgen Piechota, Ärztlicher Direktor des Johannes Wesling-Universitätsklinikums und Mitinitiator der Spendenaktion.

Vor diesem Hintergrund setzen die Mühlenkreiskliniken gemeinsam mit dem Lions Club Porta Westfalica ihr kontinuierliches Engagement für die Ukraine entschlossen fort. Im Rahmen der laufenden Spendenaktion konnten in den letzten zwei Monaten erneut 34.000 Euro eingeworben werden. Die Mittel fließen gezielt in medizinische Hilfsmaßnahmen und kommen dort zum Einsatz, wo sie dringend benötigt werden.

Neben finanzieller Unterstützung wurden im vergangenen Jahr zahlreiche medizinische Geräte, Verbrauchsmaterialien und Medikamente gesammelt. Diese Sachspenden gelangten über mehrere privat organisierte Hilfstransporte direkt in die Ukraine. Von einem Verteilzentrum aus wurden sie bedarfsgerecht an Krankenhäuser, medizinische Einrichtungen sowie militärische Versorgungsstationen weitergeleitet.

„Als Anästhesist weiß ich, wie lebenswichtig funktionierende Medizintechnik und verfügbare Medikamente sind – besonders in Krisensituationen. Dass wir mit unseren Hilfstransporten konkret helfen können, erfüllt mich mit großer Dankbarkeit. Die Unterstützung aus Deutschland bedeutet für die Menschen in den ukrainischen Krankenhäusern nicht nur medizinische Versorgung, sondern auch ein starkes Zeichen der Solidarität“, betont Serhii Tabulovych, Anästhesist und Organisator der Hilfsaktionen, der selbst aus der Ukraine stammt.

Die Transporte erfolgen in enger Abstimmung mit Partnerorganisationen vor Ort, um sicherzustellen, dass die Hilfe genau dort ankommt, wo sie am dringendsten gebraucht wird. Inzwischen sind mehr als 567.000 Euro an Geldspenden eingegangen. Hinzu kommen umfangreiche Sachspenden im Wert von rund 660.000 Euro.

Allein im Jahr 2025 wurden sieben Hilfstransporte von Minden in die Ukraine durchgeführt. Geliefert wurden unter anderem dringend benötigte Operations- und Wundmanagementmaterialien, parenterale und enterale Ernährungslösungen, chirurgische Instrumente, Infusionspräparate sowie Materialien für die Intensivmedizin. Gegen Jahresende verließen beispielsweise 150 Tourniquets zur Blutstillung bei schweren Extremitätenverletzungen, 85 aktive Wärmedecken für Verletztentransporte bis zu acht Stunden, rund 2.000 Dosen verschiedener Antibiotika sowie etwa 5.000 Dosen Antithrombosemedikamente die Sammelstation in Minden. Die Mehrzahl der Sachspenden erreichten den Standort Charkiw.

„Sieben Transporte im Jahr 2025 – das ist weit mehr als eine Zahl. Es ist ein starkes Zeichen der Verlässlichkeit und der Verantwortung. Gemeinsam mit den Mühlenkreiskliniken bringen wir nicht nur dringend benötigte Hilfsgüter, sondern auch Hoffnung dorthin, wo sie am meisten gebraucht wird – in die Ukraine. Unser Dank gilt allen Spenderinnen und Spendern sowie den engagierten Helferinnen und Helfern, die diese Hilfe möglich machen“, erklärt Professor Dr. med. Marcus Wiemer, Präsident des Lions Clubs Porta Westfalica.

Auch im Jahr 2026 werden die Hilfstransporte fortgesetzt. „Medizinische Hilfe kennt keine Pause. Wir werden unsere Transporte in die Ukraine weiterhin durchführen – als Ausdruck gelebter Menschlichkeit und um den Menschen in schweren Zeiten Hoffnung und Zuversicht zu schenken“, so Organisator Serhii Tabulovych.

Ihre Unterstützung kann Leben retten!

Spenden Sie Geld auf das Konto der Fördergesellschaft des Lions Clubs Porta Westfalica e.V.: IBAN DE83 4905 0101 0040 0450 15 und nutzen Sie dabei das Stichwort „Ukrainehilfe MKK“. Von dem Geld werden ohne Abzüge Arzneimittel und medizinischer Sachbedarf sowie Gerätschaften gekauft und über die ukrainische Kirche an Partnerkrankenhäuser der Mühlenkreiskliniken geliefert. Weitere Informationen unter www.muehlenkreiskliniken.de/spende

Spendenbescheinigungen können ab einem Betrag über 200 Euro ausgestellt werden (bitte Adresse angeben). Unterhalb der Grenze gilt der Zahlungsnachweis als Spendenquittung beim Finanzamt.

(Pressebericht der Mühlenkreiskliniken vom 24.02.2026)

Allein im Jahr 2025 wurden sieben Hilfstransporte von Minden in die Ukraine durchgeführt. Geliefert wurden unter anderem dringend benötigte Operations- und Wundmanagementmaterialien, parenterale und enterale Ernährungslösungen, chirurgische Instrumente, Infusionspräparate sowie Materialien für die Intensivmedizin.
Die Dankbarkeit der Menschen im Kriegsgebiet und vor allem in den Krankenhäusern ist enorm. Jede Hilfe ist ein Stück Hoffnung in der schweren Zeit.