Arzneimittel in der Ukraine angekommen - Erster Lastwagen mit Medikamenten hat die Krankenhäuser in Lemberg und Riwne erreicht

Medikamente haben die Krankenhäuser in Lemberg und Riwne erreicht

Kreis Minden-Lübbecke, 15. März 2022

Es lief zum Glück alles wie geplant: Nach etwa 24 Stunden Fahrtzeit, einigen kleinen Staus und etwas Zeit an der vollen Grenze bei der Grenzüberschreitung erreichte der voll beladene Lastwagen mit dringend benötigten Medikamenten, Verbandmaterialien, Narkosemitteln und sonstigen wichtigen intensivmedizinischen Produkten Samstag spätnachts die beiden Partnerkrankenhäuser der Mühlenkreiskliniken in Lemberg und Riwne in der Ukraine. „Die Lieferung wurde bereits sehnsüchtig erwartet. Direkt am nächsten Tag starteten die Helfer am Krankenhaus in Rwine mit der Sortierung der Arzneimittel. Ein Teil der Medikamente ging sonntags an das Militärkrankenhaus nach Kiew“, berichtet Serhii Tabulovych, der als Anästhesist am Universitätsinstitut für Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin am Johannes Wesling Klinikum arbeitet, nach einem Telefongespräch mit den Kolleginnen und Kollegen aus der Ukraine. „In Lemberg konnte die Lieferung bisher leider noch nicht verteilt werden, da die Ärztinnen und Ärzte sowie die Pflegekräfte sich nach der russischen Bombardierung in Lemberg um die etwa 130 Verletzten kümmern mussten. Ein Teil der Medikamente wurde direkt für die Versorgung der durch die russischen Bomben Verletzten in Lemberg genutzt“, sagt Tabulovych weiter.

Deshalb ist es aktuell noch wichtiger denn je, dass ein weiterer Lastwagen mit notwendigen medizinischen Hilfsgütern auf die Reise in die Ukraine geht. Geplant ist ein zweiter Transport mit OP-Materialien für die unfallchirurgische Versorgung wie Platten, Knochenschrauben und Fixateure, der schon bald Minden in Richtung Ukraine verlassen soll. Zudem fehlen, laut Tabulovych, der täglich in Kontakt mit den Ärzten vor Ort steht, Standardmedikamente wie Insulin, Hormone oder Herzmedikamente. „Auch mit diesen lebensnotwendigen Medikamenten wollen wir den chronisch Erkrankten helfen und Leben retten.“

„Wir sind überwältigt von der großzügigen Spendenbereitschaft. Bereits 150.000 Euro sind an Spendengeldern auf unserem Konto des Lions Clubs-Fördervereins eingegangen und ein Ende ist zum Glück noch nicht in Sicht“, sagt Lions Club-Schatzmeister Rolf Watermann.

Helfen Sie uns, weiter zu helfen!

Spenden Sie auf das Konto der Fördergesellschaft des Lions Clubs Porta Westfalica e.V. IBAN DE83 4905 0101 0040 0450 15 unter dem Stichwort „Ukrainehilfe MKK“.

Spendenbescheinigungen können ab einem Betrag über 200 Euro ausgestellt werden (bitte Adresse angeben). Unterhalb der Grenze gilt der Zahlungsnachweis als Spendenquittung beim Finanzamt.

Zwei berührende Video-Dankesreden des Direktors Dr. Viktor Tkach und seines Stellvertreters Dr. Valentyn Piontkovskiy des Juri Semenjuk Krankenhauses über die eingetroffenen, lebenswichtigen, medizinischen Hilfsmittel finden Sie unter www.muehlenkreiskliniken.de/spende

(Pressetext mit freundlicher Genehmigung der Mühlenkreiskliniken, Minden)

Der ukrainische Lastwagen ist in den Zielkrankenhäusern in Lemberg und Rwine angekommen und muss nun entladen werden
Gut verpackt bei ihnen angekommen, haben die Helfer nun alle Hände voll zu tun, die Arzneimittel zu sortieren und zu verteilen
Die Beschriftung der Medikamenten-Kartons in der ukrainischen Sprache hilft allen Beteiligten bei der Sortierung vor Ort
Berührende Aktion vor Ort: Mit „Danke Minden“-Schildern drücken die Helfer den Spendern im Mühlenkreis ihre Dankbarkeit aus